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Das TA T – Tieranatomische Theater ist eine öffentliche Einrichtung für Kultur und Forschung.

1790 als anatomisches Theater für die veterinärmedizinische Lehre errichtet, gehört es heute als Bühne des Zentrums für Kulturtechnik wieder zur Humboldt-Universität zu Berlin. Seine über 230-jährige Geschichte als „Wissenstheater“ prägt die Identität des TA T als Ort der Begegnung mit unterschiedlichen Formen des Wissens.

Das TA T versteht sich als Raum des Austauschs zwischen Wissensgemeinschaften innerhalb und außerhalb der Universität sowie mit vielfältigen Öffentlichkeiten. Die Arbeit am TA T besteht darin, wechselseitige Resonanzen zwischen wissenschaftlicher Forschung und anderen Wissenspraktiken entstehen zu lassen und in räumliche, sinnliche und zugängliche Formate zu übersetzen, auch im Spannungsfeld kritischer Perspektiven und kontroverser Aushandlungen. Dadurch wird wissenschaftliche Forschung mit unterschiedlichen Sensibilitäten und historisch marginalisierten Wissensformen in Beziehung gesetzt und gewinnt an gesellschaftlicher Relevanz und Zugänglichkeit.

Durch Ausstellungen, Performances, Konzerte, Workshops und Gespräche werden im TA T unterschiedliche Formen der Wahrnehmung und der Teilhabe am Wissen erfahrbar, die aus dem Zusammenspiel von Forschung, ästhetischen Praktiken und gesellschaftlichen Erfahrungen entstehen.

Am Campus Nord der Humboldt-Universität zu Berlin in Berlin-Mitte gelegen, ist das TA T zugleich ein historischer Ort der Wissenschaft und ein auf vielfältige Weise identitätsstiftender Bestandteil des urbanen Gefüges Berlins. Die Verflechtung von universitärer Geschichte und Stadtgesellschaft eröffnet einen Raum, in dem historische, soziale und gegenwärtige urbane Fragestellungen produktiv und kritisch bearbeitet werden, wobei ökologische, dekoloniale und inklusive Perspektiven maßgebliche Bezugspunkte bilden.

Als Museum ohne eigene Sammlung eröffnet das TA T Zugänge zu den wissenschaftlichen Sammlungen der Humboldt-Universität und nutzt diese als Ausgangspunkt, um neue Formen der Beziehung, Wahrnehmung und gemeinsamen Wissensbildung zu ermöglichen.

Die Projekte des TA T entstehen in Zusammenarbeit mit Akteurinnen aus Wissenschaft, Kunst und Zivilgesellschaft und entwickeln sich über längere Zeiträume in gemeinsamen Arbeits- und Forschungsprozessen. Das Haus versteht sich dabei als Ort fortlaufender Aushandlung, in dem Besucher*innen laufenden Prozessen, offenen Fragestellungen und unterschiedlichen Perspektiven begegnen und zur aktiven Teilhabe eingeladen sind.

Das TA T – Tieranatomische Theater ist seit 2012 eine Bühne des Zentrum für Kulturtechnik (ZfK) der Humboldt-Universität zu Berlin.

Das ZfK ist ein transdisziplinäres, theorie- und praxisorientiertes Zentralinstitut für Forschung und Lehre an der Humboldt-Universität zu Berlin. Es beschäftigt sich mit Kulturtechniken, verstanden als Praktiken der Produktion, Vermittlung und Verarbeitung von Wissen.

Das ZfK gehört zu den wenigen national wie international etablierten Einrichtungen, an dem Expert:innen für materielle Kultur und Kulturtechniken, Erkenntnistheoretiker:innen, Kurator:innen sowie künstlerische Forscher:innen in einem inspirierenden und theoriegeleiteten Umfeld zusammenkommen. Seit 1999 engagiert sich das Zentrum, um aus unkonventionellen Kooperationen zwischen sämtlichen Fakultäten Synergien zu schaffen. Seine Mitglieder kommen sowohl aus den Natur- und Geisteswissenschaften als auch aus der kuratorischen und künstlerischen Praxis.

Die universitären Sammlungen und Ausstellungsräume – darunter das Humboldt Labor im Humboldt Forum, das Tieranatomische Theater und die Kleine Humboldt Galerie – stehen unter der Leitung des ZfK. Dies ermöglicht es, als innovativer Forschungsstandort weit über die Universität und die Wissenschaft hinaus zu wirken. Ein wesentlicher Schwerpunkt ist die transdisziplinäre Erschließung wissenschaftlicher Sammlungen.
Das ZfK ist für das Lautarchiv und die Kunstsammlung zuständig sowie für die Koordination aller Sammlungen der Universität, die in einer digitalen Datenbank sowie in Ausstellungen, Lehre und künstlerischer Forschung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die international renommierte Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland ist ebenfalls am ZfK angesiedelt.

Das ZfK widmet sich der Entwicklung innovativer und effektiver Formate des Wissensaustauschs. Durch Lehre, Konferenzen, Publikationen, Ausstellungen und öffentliche Veranstaltungen macht es die eigene Forschung und die dahinter liegenden Forschungsprozesse zugänglich und transparent. Auf diese Weise vermittelt es ihr eigenes Erbe und ihre Forschung an eine vielfältige Öffentlichkeit und bringt sich in breitere gesellschaftspolitische Debatten sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene ein.

Direktorin: Prof. Dr. Sharon Macdonald
Vizedirektor: Prof. Dr. Daniel Tyradellis
Geschäftsführerin: Dr. Elisabeth Lack

Das TA T ist ein weithin anerkannter Partner für forschungsbasierte und experimentelle Projekte. Die Projekte am TA T entstehen durch eine Vielzahl transdisziplinärer Kooperationen mit Sammlungen und Instituten der Humboldt-Universität sowie mit internationalen Museen, Universitäten, Verbänden, Stiftungen, Theater- und Musikensembles und unabhängigen Kulturakteur:innen, darunter bislang das Museum für Naturkunde, das Berliner Medizinhistorische Museum der Charité, das MARKK – Museum am Rothenbaum: Kulturen und Künste der Welt in Hamburg, das KW Institute for Contemporary Art Berlin, die Sophiensæle und das Phyletische Museum in Jena. Neben Eigenproduktionen werden auch externe Initiativen gemeinsam entwickelt.

  • Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité („Flechtwerk der Dinge“ und „Objektlabor”, seit 2013, „On the Edge“, 2015)
  • Berlin Postkolonial e.V., („The Dead, as far as [ ] can remember“, 2018–19)
  • Ethnologisches Museum Dahlem / FU Berlin („Der Schädel des Mangi Meli“, 2018)
  • Flinn Works e.V. („Der Schädel des Mangi Meli“, 2018; „The Dead as far as [ ] can remember“, 2019)
  • Freie Universität Berlin, Fachbereich Veterinärmedizin („GRRLT“, 2016; „Flechtwerk der Dinge“, 2019)
  • Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin („Polymythos“, 2014)
  • Humboldt-Forum Kultur GmbH / Stiftung Humboldt Forum
  • MARKK Hamburg („UnBinding Bodies“, 2021—23)
  • Museum für Naturkunde („HUMANIMAL“, 2013/14; „Mensch Macht Pferd“; 2014/15, „Temporäres Objektlabor“, 2018/19; „Oliver Thie“, 2020/21)
  • Phyletisches Museum Jena („Orobates“, 2016)
  • Stiftung Schloss Friedenstein Gotha („Orobates“, 2016)
  • Stiftung Stadtmuseum Berlin („Wissenschaftsgarten – Naturführer Campus Nord”, 2014–16)
  • Universität Erfurt, Laborgruppe Kulturtechniken („Pflanzenkommunikation“, 2016–18)
  • Centre for Anthropological Research on Museums and Heritage – CARMaH (“The Dead, as far as [ ] can remember”, 2019)
  • Embassy Singers (Konzerte 2015/16)
  • Exzellenzcluster Bild Wissen Gestaltung, Humboldt-Universität zu Berlin („Repliken Wissen“, 2016/17; „Temporäres Objektlabor“, 2018/19)
  • Exzellenzcluster Matters of Activity, Humboldt-Universität zu Berlin („Stretching Materialities“, 2021; „Daoula | Sheen. West African Wild Silk on its Way“; 2020–22, „BLOOMS“, 2025)
  • Flohzirkus Birk („Unsere Tiere“, 2014)
  • Fräulein Brehms Tierleben (Aufführungen 2015–17)
  • HEAD: Haute école d‘art et de design Genève (Kompositionsworkshop mit Tierstimmenarchiv MfN, 2016)
  • CUCO Curatorial Concepts („Longing for Landscape“, 2016)
  • Satellite Salon Berlin („On the Edge“, 2015)
  • Schwules Museum* and SF MOMA („The Formaldehyde Trip“, 2016)
  • Tierstimmenarchiv des Museum für Naturkunde (Moritz Fehr „Inversion”, 2014; Workshop „HEAD“, 2016; „Flechtwerk der Dinge“, 2019)
  • Universität der Künste Institut für Kunst im Kontext („Unsere Tiere“, 2014)
  • Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen, Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg („Unsere Tiere“, 2014, „Die Welt als Wald“, 2017/18)
  • Zoologisches Museum Hamburg („Die Welt als Wald“, 2017)
  • Kunsthochschule für Medien Köln („Hörner/Antlfinger: Parrot Terristories“, 2024/25)
  • Käte Hamburger Kolleg inherit. heritage in transformation (inherit x TA T, 2025–laufend)

Das TA T – Tieranatomische Theater versteht sich als ein Ort, an dem unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Wissensformen aufeinandertreffen und in einen offenen Austausch treten können. Die Arbeit mit vielfältigen Öffentlichkeiten und historisch marginalisierten Wissensformen ist für uns untrennbar mit der Frage verbunden, wie Teilhabe ermöglicht wird und wer daran beteiligt ist.

Wir setzen uns dafür ein, eine Umgebung zu gestalten, die so weit wie möglich frei von Diskriminierung und Barrieren ist. Dies betrifft nicht nur den Zugang zu unseren Räumen, sondern ebenso die Gestaltung von Formaten, den Umgang mit Sprache sowie die Auswahl und Vermittlung von Inhalten.

Unsere Projekte greifen häufig Themen wie koloniale Gewalt und Fragen persönlicher und kollektiver Identität auf, die von anhaltenden gesellschaftlichen Konflikten und Auseinandersetzungen geprägt sind, sowie die Geschichte der Wissenschaft. Wir verstehen es als unsere Aufgabe, diese Inhalte so zu vermitteln, dass sie kritische Auseinandersetzungen ermöglichen und zugleich den Perspektiven derjenigen Raum geben, die von ihnen unmittelbar betroffen sind. Dazu gehört auch ein verantwortungsvoller Umgang mit Darstellungsformen sowie die Entscheidung, bestimmte Inhalte oder „Objekte“ nicht zu zeigen.

Ausführliche Informationen zu unserem Verständnis von Barrierefreiheit sowie zu den praktischen Zugangsmöglichkeiten finden Sie auf der Seite Barrierefreiheit und unter Besuch planen.

Wenn Sie diskriminierendes oder verletzendes Verhalten im Rahmen unseres Programms oder durch Mitarbeitende oder Besucher*innen erleben, kontaktieren Sie uns bitte unter: tieranatomisches-theater@hu-berlin.de

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Kurz erklärt

Das Tier·anatomische Theater
ist ein Ort für:

  • Ausstellungen
  • Veranstaltungen
  • Forschung
  • Kunst

Hier arbeiten Menschen
aus verschiedenen Bereichen zusammen.

Zum Beispiel:

  • Wissenschaft
  • Kunst
  • Gesellschaft

Wir möchten:
Menschen sollen miteinander lernen.
Und neue Ideen entwickeln.

Wie wir arbeiten

Viele Museen zeigen Wissen,
das schon bekannt ist.

Bei uns ist das oft anders.

Unsere Ausstellungen
sind oft selbst Forschung.

Menschen lernen gemeinsam.
Und sie entwickeln neue Fragen.

Wir glauben:
Auch Ausstellungen
können Wissen schaffen.

Bücher, Filme
und Ausstellungen
sind verschiedene Wege,
Wissen entstehen zu lassen.

Jede Form arbeitet anders.
Und jede Form
kann neue Ideen möglich machen.

Das nennen wir:
Ausstellung als Wissens·form.

Das Gebäude

Das Tier·anatomische Theater
ist ein altes Gebäude.

Früher wurden hier Tiere
für Forschung und Unterricht gezeigt.

Heute ist das Gebäude
ein Ort für:

  • Ausstellungen
  • Forschung
  • Veranstaltungen

Wir sprechen auch
über die Geschichte des Ortes.

Zum Beispiel:

  • Wissenschaft
  • Tiere in Forschung und Unterricht
  • schwierige Teile der Geschichte

Worum es bei uns geht

Wir beschäftigen uns
mit vielen Fragen.

Zum Beispiel:

  • Wie entsteht Wissen?
  • Wer ist an Wissen beteiligt?
  • Welche Geschichten
    werden erzählt?
  • Und welche Geschichten fehlen?

Wir möchten:
Viele verschiedene Menschen
sollen mitdenken
und mitmachen können.

Zusammenarbeit

Wir arbeiten oft
mit anderen Menschen zusammen.

Zum Beispiel:

  • Wissenschaftler*innen
  • Künstler*innen
  • Museen
  • Universitäten
  • Vereine
  • verschiedenen Gruppen

Wir glauben:
Gute Zusammenarbeit bedeutet,
voneinander zu lernen.

Teil der Humboldt-Universität

Das Tier·anatomische Theater
gehört zur Humboldt-Universität
zu Berlin.

Es ist Teil
vom Zentrum für Kultur·technik.

Wir arbeiten
mit vielen Menschen
in Deutschland
und anderen Ländern zusammen.

Barrierefreiheit

Wir möchten,
dass möglichst viele Menschen
teilnehmen können.

Wir versuchen:

  • Barrieren abzubauen
  • verschiedene Bedürfnisse ernst zu nehmen
  • Informationen verständlich zu machen

Mehr dazu steht hier:
Barrierefreiheit

Fragen?

Mehr Informationen
finden Sie auf unserer Website.

Oder schreiben Sie uns.: tieranatomisches-theater@hu-berlin.de

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