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Stretching Materialities

Materie ist tot? Von wegen! In der am 16. September 2021 eröffnenden Ausstellung »Stretching Materialities« wird die Lebendigkeit und Aktivität von Materie völlig neu erfahrbar. Das Tieranatomische Theater wird zum interaktiven Spielplatz: Eine echte Wolke schwebt in der Mitte des Raums, reagiert auf Körperwärme und Bewegung und schwebt wie fremdartiges Wesen um die Besucher:in. Steine offenbaren ihre Verwitterung als dynamischen Prozess der Veränderung. Große Weidenstrukturen, die Menschen und Computern mit großer Sorgfalt gemeinsam gestaltet haben, verflechten sich zu einem bewohnbaren Raum. Aktive traditionelle koreanische Hanbok-Kleidung vibriert auf der Haut der Besucher:innen abhängig von ihrer Bewegung. Mit der Virtual Reality-Brille durch den Raum schreitend kann ein Gläserner Fahrstuhl betreten werden: Dann geht die Reise schnurstracks hinein in das Material, genauer gesagt in den CT-Scan eines Steins. Oder hoch in die Wolken, um mit Luftmolekülen zu interagieren.

Die Ausstellung wird begleitet von regelmäßigen Klangperformances des »Wohltemperierten Hygrometers«.
So eine Ausstellung hat man noch nicht erlebt. Mit Wissen aus der Forschung des Exzellenzclusters »Matters of Activity« ist hier ein interaktiver Laborraum entstanden, der völlig unerwartete Einblicke in das Nachdenken über Materie erlaubt – und spürbar macht, wie aktiv die Welt um uns wirklich ist.

Die Ausstellung wurde kuratiert von multidisziplinären Wissenschaftler:innen und Designer:innen des Projekts »Objekt Space Agency« des Exzellenzclusters »Matters of Activity« der Humboldt-Universität zu Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Claudia Blümle und Clemens Winkler.